Abschied in den Langzeiturlaub
Sonja Heimhilcher, Expertin für Wohnbauförderung und Kalkulation Neubau in der BWS-Gruppe, geht mit 1. Jänner in den wohlverdienten Ruhestand. Ihr Rückblick auf 19 Jahre Gemeinnützigkeit.
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Im Jänner 2006 startete Sonja Heimhilcher in der Neubau-Technik der BWS-Gruppe. Im Jänner 2025 geht die Expertin für Wohnbauförderung in Pension. (c) Rita Michlits, BWSG
Als ich gerade 42 Jahre alt geworden war, wurde ich glückliche Besitzerin einer Bauträgerkonzession und wollte mich selbst-ständig machen. Da bekam ich vom damaligen kaufmännischen Vorstand der BWS-Gruppe, Dr. Bruno Schwebisch, das Angebot, in sein Unternehmen zu wechseln. Davor war ich 20 Jahre bei der Firma Mischek angestellt. Immer im Bereich Wohnbauförderung.
Glückszahl 13
Ich kannte die BWS-Gruppe bereits durch oftmalige Zusammenarbeit und ich kannte auch viele der handelnden Personen recht gut. Ein ganz besonderer Mensch, und dann auch Freund, DI Franz Polzer, hat mir zum Wechsel geraten. Nach einem kurzen Bewerbungsgespräch am 13. September 2005 um 13 Uhr war klar, mein erster Arbeitstag wird der 2. Jänner 2006 in der Neubau-Technik sein. Seitdem ist dreizehn meine Glückszahl. Etwas zum Schmunzeln: Ich wurde vor meinem Dienstantritt von Wilhelm Garzon, Leiter der Neubau-Technik, zum abteilungsinternen Weihnachtsessen eingeladen – zum Vorabkennenlernen. Ich habe mir Spaghetti mit Scampi bestellt. Als der Teller gereicht wurde, erkannte ich, dass die Scampi nicht "gepult" waren. Ratlos schaute ich auf meinen Teller. Sollte ich die Scampi jetzt einfach in die Hand nehmen? Da sagte Garzon zu seinem Kollegen: "Herr Rupp, helfen Sie der Frau Heimhilcher beim Essen." Ich habe gedacht, ich versinke im Boden. Ein Running Gag war geboren. Immer wenn ich in den folgenden 19 Jahren bei gemeinsamen Einladungen Essen bestellt hatte, wurde mir von meinem Kollegen Thomas Bernhard scherzhaft zugeflüstert: "Bestell dir was, was du auch essen kannst!" Zwischenzeitlich kann ich alleine essen – auch Scampi.
Neue Büromöbel für Sonja
Mein erster Arbeitstag war auch sehr speziell! Ständig stand jemand vor meinem Büro, schaute kurz hinein, grüßte und ging weiter. Als Reinhard Holzmann dann in meiner Tür stand, fragte ich ihn, ob er wisse, warum ich so begutachtet werde. Reinhard: "Na ja, jeder möchten sehen, wie die Person ausschaut, für die so ein Tango ums Zimmer gemacht worden ist. Wir haben alle noch uralte Möbel und Sie haben ein ganz neues Zimmer gekriegt, und der Garzon hat herumgebrüllt, dass das ja fertig sei muss." Trotzdem wurde ich von allen sehr freundlich und kollegial aufgenommen. Oftmals hörte ich noch den witzigen Beisatz: "Ah, Sie sind DIE mit dem neuen Zimmer." Das war der Start für 19 abwechslungsreiche Jahre bei der BWS-Gruppe.
Bis 2011 war die Wohnbauförderung und Kalkulation in der Abteilung Neubau-Technik angesiedelt. Als im Frühjahr 2011 unser Vorstand Dr. Schwebisch plötzlich verstarb, wurde nach einer kurzen Interimslösung der neue Vorstand tätig. Im Zuge einer Neuorganisation der BWS-Gruppe entstand die Abteilung Projektentwicklung. Da Wohnbauförderung genau dort beginnt, wurde die Wohnbauförderung Bestandteil dieser Abteilung.
2019 war für mich eine Art Schicksalsjahr. Im Frühjahr 2019 wurde durch das Ausscheiden des Vorstands und meines damaligen Abteilungsleiters eine neue Organisation der BWS-Gruppe notwendig und meine "Wanderschaft" begann. Für den Interimsvorstand war klar, dass der Bereich Wohnbauförderung und Kalkulation ins Controlling gehört. Ein Jahr später befand ich mich über Nacht wieder in der Neubau-Technik.
Für mich hat sich arbeitstechnisch in den 19 Jahren nie etwas verändert. Meine Vorgesetzten waren allerdings immer wieder andere Personen mit anderen Präferenzen. Der Name und die Tätigkeit meines Bereichs Wohnbauförderung und Kalkulation waren 19 Jahre lang die eigentliche Konstante. Heute kann ich gar nicht mehr genau sagen, wie viele verschiedene Vorgesetzte ich in den Jahren hatte – es waren viele. Manchmal war es auch nur ein "Heimkehren". Dieses "Heimkehren" hat sich im Mai 2022 mit der Verschmelzung der Bereiche Wohnbauförderung und Kalkulation und dem Controlling manifestiert.
Seit 2023 ist die neue Teamleitung Cornelia Kratzer, welche zukünftig auch für einen Teilbereich der Wohnbauförderung Ansprechpartnerin sein wird. Ich gehe mit Ende 2024 in Pension, oder besser: in meinen wohlverdienten Langzeiturlaub.
So, und was ist nun Wohnbauförderung und Kalkulation? Eigentlich das Begleiten eines Projekts durch die einzelnen Prozessbereiche, von der Entwicklung bis zur Endabrechnung – in kaufmännischer und teilweise technischer Hinsicht. Daraus ergeben sich Schnittstellen zu fast allen Abteilungen des Unternehmens. Ganz voran, etwa 60 Prozent meiner Tätigkeit waren Miet- und Kaufpreiskalkulationen. Wer die Förderungen des jeweiligen Landes gut kennt und nützen kann, ist klar im Vorteil und kann helfen, leistbaren Wohnraum anzubieten.
Wirtschaftsfaktor Zeit
Wesentlich für die Arbeit in diesem Bereich sind auch gute Kontakte zu den Magistratsabteilungen. Da ich ja alle Einreichungen entweder mitbetreut – z. B. bei Bauträgerwettbewerben – oder eigenständig getätigt habe, benötigte ich oft Unterstützung von den Beamtinnen und Beamten des jeweiligen Landes. Hier ist das Timing ganz wesentlich. Wann muss was spätestens eingereicht sein, um z. B. in der nächsten Genehmigungssitzung behandelt zu werden? Zeit ist hier ein Wirtschaftsfaktor! Meist war es sehr stressig. Waren wir anfangs noch zu dritt, so war ich die letzten Jahre alleine zuständig. Die Schnittstellen zum Finanz- und Rechnungswesen, zum Vertrieb, zum Baumanagement und zu den Versicherungen möchte ich noch erwähnen. Einige meiner Aufgaben werden zukünftig in diesen Kompetenzbereichen abgedeckt.
Weil es mir am Herzen liegt, möchte ich zwei Worte, für das Wort des Jahres 2025 und die kommenden Jahre der BWS-Gruppe, mitgeben: Wertschätzung und Empathie sind aus meiner Sicht entscheidend für jeden Unternehmenserfolg.
Ich verabschiede mich nun und sage DANKE! Euch allen wünsche ich von ganzem Herzen alles Gute! Ich werde an euch denken, wenn ich zukünftig auf einem Gipfel stehe, und auf Spanisch Juchuuu – Yay – rufen, das lerne ich ab Februar 2025. Vielleicht sehen wir uns ja auch wieder, wenn Ihr meinen Kurs am WIFI Wien besucht. (Anm. der Red.: Sonja Heimhilcher bereitet Kursteilnehmer auf die Befähigungsprüfung für Bauträger im Bereich Wohnbauförderung vor.)
Autorin: Sonja Heimhilcher, BWSG
Zur ÜbersichtEine Naturkosmetik-Koryphäe über Zellen im Wandel
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Das eigene Haus in der Stadt – ein Traum, der oft schwer zu verwirklichen scheint. Die gemeinnützige BWS-Gruppe macht diesen Traum möglich: In der Brambillagasse 20 in Wien-Simmering entstehen derzeit vier moderne Stadthäuser. Ergänzend dazu realisiert das Unternehmen 16 attraktive Eigentumswohnungen mit 50 bis 77 m² und zwei bis drei Zimmern. Am 25. Februar fand die Gleichenfeier statt. "Mit dem Projekt Brambilla schaffen wir qualitätsvollen Wohnraum, der Eigentum auch in der Stadt leistbar und realisierbar macht", betont BWSG-Vorständin Arch. DI Kerstin Robausch-Löffelmann und Vorstandskollege Dr. Mathias Moser ergänzt: "Unser Anspruch ist es, modernes Wohnen mit Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität zu verbinden – grün, urban und dennoch ruhig." Stadthäuser mit Dachterrasse, Balkon und Garten Alle Einheiten verfügen über private Freiflächen, auch Tiefgaragenplätze können erworben werden. Die Stadthäuser sind kompakt und großzügig zugleich: Rund 90 m² Wohnfläche treffen hier auf etwa ebenso viel Platz für Dachterrasse, Balkon und Garten – Wohnkomfort auf höchstem Niveau. Im Erdgeschoss befinden sich die offene Wohnküche und ein Gäste-WC, im Obergeschoss zwei Zimmer, Bad und ein weiteres WC. Beide Zimmer haben einen direkten Zugang zum Balkon, von dem eine Wendeltreppe auf die großzügige Dachterrasse mit Rundumblick führt. Investition in die Zukunft "Gerade in den Außenbezirken Wiens zeigt ...