Miri (li.) und Lisi (re.) erzählen vom Leben in der Kundratstraße. Im Bild mit Hausbetreuerin Sabine Fischer (Bildmitte). (c) Vera Bauer/BWSG
In den mehr als 450 Wohnhausanlagen, die die BWS-Gruppe in ganz Österreich hat, finden permanent Begegnungen statt. Diverse Begegnungszonen, welche speziell von Familien – vor allem Kindern – gerne genutzt werden, fördern das Miteinander. Neben Spielplätzen werden auch Gemeinschaftsräume und Allgemeinflächen von Höfen für ein Miteinander genutzt. Oft verlaufen die Begegnungen nicht ganz so harmonisch wie erhofft – auch das ist aber verständlich. Je größer die Gemeinschaft, desto mehr Potenzial für Meinungsverschiedenheiten. Da braucht es dann eine starke Hausbetreuerin wie Sabine Fischer, die in ihrem Revier für Ordnung sorgt.
Gemeinschaft in der Kundratstraße
Zu den größten Bestandsobjekten der BWSG zählt die Kundratstraße. Sie ziert eine über 6.000 Quadratmeter große Parkfläche, die nicht nur Bewohner:innen zum Spazieren einlädt. Viel Grün und einige Spielplätze sind in der weitläufigen Anlage vorhanden, die, mit dem jüngsten Neuzugang an der Adresse Kundratstraße 14a, ganze 18 Wohngebäude umfasst. Gebaut und bezogen wurden die ersten Gebäude Anfang der 1980er-Jahre, die Anlage hat damit schon mehrere Generationen ein- und ausziehen "gesehen". Für Happy together haben sich zwei Bewohnerinnen, die in der Anlage wohnen, bereit erklärt, über das Leben in der Kundratstraße zu berichten. Lisa wohnt seit 2008 in einem der Häuser, Miri seit 2017. Beide haben Kinder im selben Alter. Den weitläufigen Grünbereich mit Spielplätzen wissen diese zu schätzen. Aber man wünscht sich auch mehr Verständnis von Vertretern der älteren Generation, die des öfteren über den Balkon schreien und um Ruhe bitten. "Kinder sind nun einmal nicht leise beim Spielen. Wo sollen sie denn sonst ihren Bewegungsdrang ausleben, wenn nicht zu Hause?", fragen die Mütter. Vermittlerin zwischen der älteren und jüngeren Generation ist Hausbetreuerin Sabine Fischer. "Wenn’s drauf ankommt, halten aber alle zusammen und ziehen am selben Strang", sagt sie. Auch tierische Mitbewohner gibt es in der Anlage: Feldhamster haben dort ein Zuhause gefunden. Die Population ist stark gefährdet; wer jedoch mit offenen Augen durch den Park spaziert, kann einen Blick auf die pausbäckigen Tierchen erhaschen. Noch kurioser: Fünf Füchse leben dort, darunter zwei kleine.
Architektur mit Gemeinschaftssinn in Gretls Garten
Eine Wohnhausanlage, bei der bereits bei der Planung das Miteinander einen großen Stellenwert erhielt, ist Gretls Garten. Das Objekt im 22. Wiener Gemeindebezirk, in dem noch einige Wohnungen frei sind, ist eines der jüngeren BWSG-Projekte. Eine der Vorgaben bei der Planung war, dass die insgesamt vier Baukörper in der Mitte einen zentralen Hof bilden und die Zugänge der Stiegenhäuser im Inneren der Höfe sind. Auf diese Weise "müssen" sich die Bewohner:innen begegnen. Diese Umgebung soll mehr zum Vernetzen anregen und die Kommunikation fördern. Im Inneren des Hofes ist auch ein Spielplatz untergebracht. Erziehungsberechtige können so stets einen Blick auf den Nachwuchs werfen, und das von allen Seiten. Die Anlage verfügt, wie die meisten der neu gebauten Anlagen, auch über einen Gemeinschaftsraum, der im Erdgeschoss und vom Hof zugänglich ist.
Im Terrassengarten – Vielfalt findet draußen "Stadt"
Noch im Bau, aber schon voller Vision: das Zukunftsquartier Meischlgasse im 23. Wiener Gemeindebezirk. Rund 4.000 Menschen sollen hier bald wohnen – in einer Siedlung, die von Anfang an auf Gemeinschaft und Vielfalt setzt. Zwischen den Häusern ist ein 6.000 Quadratmeter großer Park geplant. Geplant sind dort Spielplätze, Urban-Gardening-Flächen und ein Generationencafé. Des Weiteren sind Co-Working-Spaces, Arztpraxen und eine Kita vorgesehen. Nachhaltigkeit spielt ebenso eine Rolle wie Integration: Holzhybrid-Bauweise, Photovoltaik, grüne Fassaden. Die Hochbeete im Garten sollen nicht nur Gemüse liefern, sondern der Weg dahin soll die Nachbarn verbinden und auch gemeinsame Geschichten hervorbringen. Besonders ist bei dem Projekt, dass die Baukörper terrassenartig angelegt – daher auch der Name – und jeweils an oberster Stelle auch begrünt und begehbar sind.
Brüder im Doppelhaus
Im Zuge des Neubauprojekts Sommer in Stoob konnte die BWSG beim Open-House-Termin Ende August ein Brüderpaar begrüßen, welches sich für je eine Doppelhaushälfte interessiert hatte und auch an Ort und Stelle den Vertrag unterschrieb. Das Brüderpaar fand ein "Hauspaar", das sich perfekt für seine Bedürfnisse eignet. Einziehen werden auch die beiden Lebensgefährtinnen. Auch auf diese Weise ist bei der BWSG Raum für Begegnung – indem man als Familie gleich nebenan einzieht, wenn es sich ergibt.
Autorin: Mag. Vera Bauer, BWSG
Zur ÜbersichtEine Naturkosmetik-Koryphäe über Zellen im Wandel
Happy together: Frau Tschida, danke, dass Sie sich Zeit für ein Interview für uns nehmen. Sie sind bekannt aus Funk und Fernsehen und seit mehr als vier Jahrzehnten als Kosmetikerin erfolgreich; haben auch selbst bereits über 33 Lehrlinge ausgebildet. Wie verändert sich unsere Haut im Laufe des Lebens? Christa Tschida: Der menschliche Körper verändert sich alle sieben Jahre, d. h., alle sieben Jahre erneuen sich unsere Zellen und kommen dadurch in einen neuen Biorhythmus. Das bedeutet, mit 7, 14, 21 Jahren usw. sollte man seine Hautpflege anpassen. Wichtig ist dabei, die Haut professionell zu analysieren, um ihr im jeweiligen Alter das geben zu können, was sie individuell braucht. Was bedeutet das konkret für die Hautpflege? Wenn man seine Haut bewusst mit natürlichen Mitteln pflegt, kann sie in jedem Alter strahlen. In meiner Praxis habe ich zum Beispiel zufriedene Kund:innen von 7 bis 94 Jahren, die sehr auf ihr Hautbild achten. Gute Kosmetik kann man nämlich vergleichen mit gutem, gesundem Essen. Es geht darum, zu schauen, was die Haut braucht, und ihr unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Lipide oder Collagen zuzuführen, damit sie genährt wird. Wichtig ist, dass man sich auch an den Jahreszeiten orientiert – wie pflege ich die Haut im ...
Mode und Möbel im Wandel
1920er- und 1930er-Jahre Die Einrichtung ist schlicht und oft aus massiven Holzmöbeln gefertigt. Der Bauhausstil in der Architektur kommt auf und spiegelt sich auch in den Möbeln wider: Funktionell und minimalistisch sollen sie sein. Klassiker wie der Barcelona-Chair von Mies van der Rohe stehen bis heute in den Wohnzimmern von Designliebhaber:innen. Schwere Kästen aus dunklem Holz und textile Überwürfe prägen das Bild. In der Mode spielen Langlebigkeit und Reparierbarkeit eine große Rolle. Frauen tragen knielange Röcke, Blusen und Mäntel in gedeckten Farben, Männer dunkle Anzüge oder Arbeitskleidung. Bloß nicht auffallen, lautet die Devise. Sowohl im Wohnraum als auch im Erscheinungsbild. Ausnahme natürlich: Die feine Gesellschaft zeigt, was sie hat. 1940er-Jahre Während des Zweiten Weltkriegs leben viele Menschen weiterhin beengt und/oder in beschädigten Wohnungen. Möbel werden repariert und es wird improvisiert: Beispielsweise werden Regale aus Kisten gebastelt oder Vorhänge statt Türen aufgehängt. In der Mode tut sich Ähnliches: Kleidung wird umgenäht, Mäntel gekürzt, Schuhe repariert und Socken gestopft. Praktikabilität bestimmt das Erscheinungsbild – zumindest beim Großteil der Bevölkerung. Feine Damen der Gesellschaft tragen maßgeschneiderte Mode: Kostüme und Accessoires wie Perlenketten unterstreichen den Status. 1950er-Jahre Es herrscht Aufbruchstimmung. Das Möbeldesign der 1950er-Jahre bringt eine neue Leichtigkeit mit sich: weg mit den schweren ...
Lernen kennt kein Alter
Happy Together: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Was sagen Sie zu dieser alten "Volksweisheit"? Dorothea Hämmerer: Das ist ein klassisches Vorurteil. Trainingsstudien, in denen junge und ältere Erwachsene über rund hundert Tage kognitive Funktionen wie Arbeits- und Langzeitgedächtnis geübt haben, zeigen klar, dass auch im höheren Alter gelernt wird. Die Lernkurven verlaufen nur flacher und das erreichte Leistungsniveau ist im Schnitt geringer als bei Jüngeren. Das menschliche Gehirn knüpft Neues an vorhandenes Wissen an. Hier haben Ältere oft auch Vorteile: Die sogenannte kristalline Intelligenz – also angesammeltes Wissen und Erfahrung – ist meist größer. Abnehmen können hingegen fluide Fähigkeiten wie Verarbeitungsgeschwindigkeit, Multitasking oder Ablenkungsresistenz. Es gibt gewisse Begriffe, die einem im Alltag begegnen. Beispielsweise "Altersstarrsinn" oder "jugendlicher Leichtsinn". Gibt es das wirklich? So etwas wie "jugendlicher Leichtsinn" findet sich in statistischen Mittelwerten durchaus wieder, da Junge häufiger Risikoverhalten zeigen. Erklären lässt sich das durch die Entwicklung des Gehirns: Die Belohnungs- und Emotionssysteme reagieren stark, während die Kontrollsysteme noch reifen. Eine derartige zeitliche Verschiebung kann ein impulsives Verhalten auch begünstigen. Dazu kommen soziale Entwicklungsaufgaben wie zum Beispiel die Ablösung vom Elternhaus, das Finden der eigenen Identität und die Orientierung an Gleichaltrigen. Der "Altersstarrsinn" hingegen ist viel stärker stereotyp geprägt. ...
Grün Wohnen in der Vorstadt
Das eigene Haus in der Stadt – ein Traum, der oft schwer zu verwirklichen scheint. Die gemeinnützige BWS-Gruppe macht diesen Traum möglich: In der Brambillagasse 20 in Wien-Simmering entstehen derzeit vier moderne Stadthäuser. Ergänzend dazu realisiert das Unternehmen 16 attraktive Eigentumswohnungen mit 50 bis 77 m² und zwei bis drei Zimmern. Am 25. Februar fand die Gleichenfeier statt. "Mit dem Projekt Brambilla schaffen wir qualitätsvollen Wohnraum, der Eigentum auch in der Stadt leistbar und realisierbar macht", betont BWSG-Vorständin Arch. DI Kerstin Robausch-Löffelmann und Vorstandskollege Dr. Mathias Moser ergänzt: "Unser Anspruch ist es, modernes Wohnen mit Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität zu verbinden – grün, urban und dennoch ruhig." Stadthäuser mit Dachterrasse, Balkon und Garten Alle Einheiten verfügen über private Freiflächen, auch Tiefgaragenplätze können erworben werden. Die Stadthäuser sind kompakt und großzügig zugleich: Rund 90 m² Wohnfläche treffen hier auf etwa ebenso viel Platz für Dachterrasse, Balkon und Garten – Wohnkomfort auf höchstem Niveau. Im Erdgeschoss befinden sich die offene Wohnküche und ein Gäste-WC, im Obergeschoss zwei Zimmer, Bad und ein weiteres WC. Beide Zimmer haben einen direkten Zugang zum Balkon, von dem eine Wendeltreppe auf die großzügige Dachterrasse mit Rundumblick führt. Investition in die Zukunft "Gerade in den Außenbezirken Wiens zeigt ...