Die Crux mit dem Anrufen

In der Zentrale der BWS-Gruppe erhalten wir im Sekundentakt mehrere Anrufe – gleichzeitig. Happy together hat Tipps, wie Sie rascher zu Ihren gewünschten Informationen kommen.

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Man greift zum Hörer – doch oft führt der Blickauf die Website schneller zum Ziel! (c) iStock/DragonImages

Das Festnetz klingelt im Sekundentakt. "Hallo, mein Wasserhahn tropft!" – "Ich möchte die Wohnung kündigen." – "Kann ich die Wohnung tauschen?" – "Ich habe eine Frage zur Abrechnung." – "Mein Fenster geht nicht zu!" Beim Wohnen passiert so einiges. Der erste, verständliche Impuls: Man greift zum Hörer. Wieso auch nicht, schließlich ist es sein gutes Recht. Da genau beginnt es, für das andere Ende der Leitung – in dem Fall Mitarbeiter der BWSG – unpraktisch zu werden. Nicht, weil sie nicht helfen möchten, sondern oft liegt es an der Ineffizienz eines Anrufs, weil:

  • es zu viele sind, die gleichzeitig eine Antwort möchten,
  • viele Antworten auf viele Fragen ganz einfach unter FAQs oder im Serviceportal beantwortet werden und
  • einige Anfragen aus rechtlichen Gründen dokumentiert und teils mit Unterlagen verifiziert werden müssen.

Der oft unterschätzte Blick auf die Webseite

Egal, welche Frage man hat, zunächst empfiehlt sich ein Blick auf die BWSG-Webseite. Nachvollziehbar, dass man in der Sekunde der Fragestellung auch gleich eine Antwort wissen möchte – was sich schlichtweg als ein Nebenprodukt des heutigen Alltags ergibt. Doch wer ein paar Minuten Geduld aufbringt und sich durch den – wirklich übersichtlichen – Fragen- und Antwortenkatalog manövriert, erhält für den tropfenden Wasserhahn auch schon eine Lösung, nämlich: "Bitte kontaktieren Sie unverzüglich die von der BWS-Gruppe im Schaukasten im Erdgeschoss Ihrer Wohnanlage ausgewiesene Fachfirma und geben Sie den Schaden bekannt. Die Fachfirma kümmert sich um eine rasche Schadensbehebung sowie um die Weiterleitung an die BWS-Gruppe." Dass nun auch ein wenig Geduld gefragt ist, bis jemand vorbeikommt, liegt in der Natur der Sache. Die BWSG-Tochter BWSan appelliert daher zu Recht: Am besten lässt man gewisse Dinge wie z. B. Fenster in regelmäßigen Abständen überprüfen – und zwar dann, wenn sie NOCH NICHT defekt sind. Wartung heißt das Zauberwort. Verständlich, dass man nicht unbedingt an diese Art der Vorsorge denkt. Vielleicht hilft es, sich die Wohnung wie einen Patienten vorzustellen.

Die Offenbarung mit Namen Serviceportal

Vorweg ein allgemeiner Hinweis: Einen Blick in das Serviceportal machen kann nur, wer bereits Mieter oder Eigentümer bei uns ist. Neben allgemeinen Infos erhält jene Person, deren Wasserhahn tropft, auch gleich eine Kontaktperson, an die sie sich wenden kann. Ebenso sind sämtliche andere Zusatzinfos im Serviceportal zu finden, unter anderem die Abrechnungen. Wie das Serviceportal funktioniert, darüber berichten wir in jeder Ausgabe aufs Neue.

Der berühmte "Suche Wohnung"-Anruf

Das wäre doch ein feiner Service und so praktisch, nicht wahr? Einfach bei uns in der Zentrale anrufen, bekannt geben, dass man eine Wohnung haben möchte, sich zurücklehnen und auf Vorschläge warten. So geht das leider nicht, nein, Maklerbüro sind wir keines. Wer eine Wohnung sucht, wird von unserem Empfang auf die Webseite verwiesen und muss selbst aktiv werden, sich die Zeit nehmen und immer wieder auf der Webseite nachlesen. Gleich auf der Startseite – wirklich unübersehbar – findet sich ein roter Button mit dem Hinweis "Immobilie suchen". Die Suchkriterien kann man nach Ort, Größe, Anzahl der Zimmer etc. einschränken. Es ist auch möglich, einen Suchagenten einzurichten.

Für jede einzelne Wohnung ist eine separate Voranmeldung nötig, was mitunter zu Missverständnissen führen kann: Vormerken heißt nicht automatisch, ein Anrecht auf diese eine Wohnung zu haben, denn diese eine Wohnung möchten in der Regel gleich mehrere. (An dieser Stelle ein Hinweis: Bastlerhits sind davon ausgenommen.) In weiterer Folge werden alle "Vormerker" kontaktiert, was durchaus ein paar Tage dauern kann. Die Interessenten müssen sodann ihre Unterlagen wie z. B. Gehaltszettel einreichen. Wir wollen freilich auch wissen, ob sich der Wohnungswerber, wie er im Jargon genannt wird, die Wohnung auch leisten kann oder zu viel verdient und damit kein Anrecht auf eine geförderte Wohnung hat. Diese und weitere Prozesse erfordern eine Dokumentation; was auch schon die Erläuterung dessen ist, weshalb man nicht einfach mit einem Anruf oder einer "Suche-Wohnung-Mail" Erfolg haben kann.

Der Geduldsfaden

Die Sache mit dem Geduldsfaden ist so eine, das wissen wir. Und wir würden auch lieber gerne jedem sofort helfen und auch jede Person zufriedenstellen und glücklich mit einer Wohnung versorgen. In der Realität sieht es aber so aus, dass auf eine (günstige) Wohnung mehrere Hundert Interessenten kommen. Da können unsere Mitarbeiter nicht warten, bis jemand all seine Unterlagen zusammengesucht hat. Wer zuerst kommt, malt zuerst. Ausnahme: Eine Vergabekommission entscheidet nach dem Vieraugenprinzip im Notfall – z. B. bei einer Scheidung oder Gewalt in der Familie. Es ist oft alles andere als leicht. Aber wir versuchen unser Bestes. Getreu dem Motto: Besser wir schaffens gemeinsam.

Autorin: Mag. Vera Bauer, BWSG

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NOVOart unterstützt Kunst im urbanen Raum

Im Rahmen der Klima Biennale Wien 2026 setzte der Kunst- und Kulturverein NOVOart ein starkes Zeichen für Kunst im öffentlichen Raum: Mit seiner Unterstützung realisierte der bolivianische Künstler River Claure eine eindrucksvolle Fassadenarbeit am Wohnobjekt der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft BWSG in der Nordbahnstraße 51 in Wien-Leopoldstadt. Beim Verkehrsknotenpunkt Praterstern, im Rahmen der Ausstellung "(No) Funny Games", brachte Claure seine künstlerische Auseinandersetzung mit globalen Machtverhältnissen, kolonialer Geschichte und gesellschaftlicher Resilienz in den urbanen Kontext. "Das Projekt von River Claure zeigt, wie Kunst globale Zusammenhänge verständlich machen kann – gerade im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen. Solche Impulse sind wichtig, um Bewusstsein zu schaffen und neue Formen des Zusammenlebens mitzudenken", sagt NOVOart-Obmann DI Franz Binderlehner, BSc. "Es erfüllt uns mit Stolz, im Rahmen der Klima Biennale Wien 2026 einen weithin sichtbaren Beitrag zu leisten und dieses Projekt gemeinsam mit diesem international renommierten Künstler realisieren zu können", ergänzt NOVOart-Obfrau Arch. DI Kerstin Robausch-Löffelmann. Auf drei machen wir alles kaputt Der international tätige Foto- und Videokünstler River Claure untersucht in seiner inszenierten Werkserie die Folgen kolonialer Ausbeutung sowie die Widerstandskraft indigener Lebenswelten. Die Fassadengestaltung in der Nordbahnstraße war Teil seines Projekts "A cuenta de tres, lo destruimos todo" ("Auf drei machen wir alles kaputt"). Dafür hatte ...

Wärmeverteilung im Wohnbau: Eine Frage der Balance

In Zeiten, wo Teuerungen an jeder Ecke fröhliche Urstände feiern, macht sich die Nutzung eines intelligenten, KI-gestützten Heizwärmesystems bezahlt. Kevin Bauer-Hentschke ist Gründer und Geschäftsführer von Wohnio, einem Unternehmen mit rund 20 Mitarbeiter:innen mit Sitz in Wien. Gegenüber Happy together erläutert er, was es heißt, einen mehrgeschossigen Wohnbau mittels KI-und IoT-basierter Heizungsoptimierung1 so zu optimieren, dass Kosten eingespart werden können. "Steigende Energiekosten erfordern einen effizienten Umgang mit Gebäudeheizungen. Eine große Rolle spielt dabei die kontinuierliche Optimierung der Heizungsanlage", erläutert Bauer-Hentschke. Dies erreichte Wohnio in einem Pilotprojekt in der BWSG-Wohnanlage Hauffgasse durch KI in Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich der Heizung. "Durch einen solchen kommt es zu einer gleichen Verteilung: Wohnungen in der Nähe der Heizzentrale erhalten ebenso viel Wärme wie weiter entfernte Wohneinheiten", so der Wohnio-Geschäftsführer. Unterm Strich bedeutet dies, dass so viel Energie verbraucht wird wie benötigt. Bauer-Hentschke: "Das lässt sich durch Ventile, die jeder Wohnung zugeordnet und gezielt eingestellt werden, erzielen. Die Wärme wird dadurch gleichmäßig verteilt und es wird keine Energie verschwendet – und gleichzeitig steigt der Wohnkomfort für die Mieter:innen." Bis zu 125 Euro Ersparnis pro Wohnung und Jahr Das Einsparungspotenzial ist dabei groß: Für Wohnanlagen wie die Hauffgasse schätzt der Wohnio-Geschäftsführer das Einsparungspotenzial auf rund ...

Mit den Augen der Töchter

Schauplatz: eine großflächige Baustelle im 23. Bezirk am 23. April 2026: Das Areal ist weitläufig, da und dort ragt ein Rohbau aus dem Boden. In der Meischlgasse entsteht ein neues Stadtquartier mit zahlreichen Wohnhäusern. Eines davon, ein BWSG-Objekt, trägt den Namen "Im Terrassengarten" und wird 285 geförderte Mietwohnungen beherbergen: Noch sieht man nichts außer Erde, Bagger und Baugruben – und eine 20-köpfige Gruppe von Mädchen im Alter zwischen neun und 17 Jahren. Sie tragen Schutzhelme und -westen. Es ist der 25. Wiener Töchtertag, bei dem alle Töchter, Schülerinnen, Nichten etc. aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland dazu eingeladen sind, bei einem der über 300 teilnehmenden Unternehmen Arbeitsluft zu schnuppern. In unserem Fall bedeutet das – "Baustellenluft atmen", inklusive Bagger fahren und Holzhaus bauen. Gemeinsam mit Strabag, unserem Generalunternehmer vor Ort, und dem Holzbauunternehmen Weissenseer erhalten 22 Töchter Einblicke in Berufe, die sie im und rund um Bauwesen und Immobiliengenossenschaft ergreifen können. Natürlich nicht im Detail. Vielmehr erzählen erfolgreiche Frauen aus der Bau- und Immobilienbranche über ihren Werdegang und ihre jetzige Position; unter anderem die BWSG-Vorständin Arch. DI Kerstin Robausch-Löffelmann und die kaufmännische Direktorin der Strabag, Yvonne Otrob, MA. Die vielleicht wichtigste Botschaft der Top-Managerinnen an die heranwachsenden Frauen: "Glaubt nie, ...

Zwei Projekte, ein Ziel: Leistbares Wohnen mit Mehrwert

Der Frühling 2026 brachte nicht nur neues Leben in die Natur, sondern auch in zwei große Wohnprojekte der BWS-Gruppe: Mit der "Roten Emma" in Wien-Donaustadt und "Bella Vista" im Stadtquartier Village im Dritten wurden über 460 leistbare Wohnungen fertiggestellt und an ihre neuen Bewohner:innen übergeben. Zwei Projekte, die eindrucksvoll verdeutlichen, wie vielfältig, nachhaltig und gemeinschaftsorientiert moderner Wohnbau heute gedacht wird. Der Bedarf an leistbarem Wohnraum ist in einer wachsenden Metropole wie Wien sehr groß: Im geförderten Mietsegment entstehen jährlich 6.000 bis 7.000 neue Wohnungen. Die Stadt unterstützt den sozialen Wohnbau über das Wiener Wohnbaumodell u. a. mit Bauträgerwettbewerben und dem Bau von Gemeindewohnungen. Ein neues Stück Stadt in Kagran: die "Rote Emma" Im Herzen von Kagran ist mit dem Wohnprojekt "Rote Emma" ein lebendiges Quartier entstanden, das weit über reinen Wohnbau hinausgeht. Gemeinsam mit dem Projektpartner migra hat die gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft BWS hier 360 geförderte Mietwohnungen realisiert – ergänzt durch ein breites Angebot an sozialen, kulturellen und nachbarschaftlichen Einrichtungen. 191 Wohnungen entfallen auf die BWS. "Das Wiener Modell des geförderten Wohnbaus und der damit verbundenen leistbaren Mieten dient europaweit als Vorbild. Projekte wie die Rote Emma schaffen leistbaren Wohnraum und stärken gleichzeitig das soziale Miteinander im Grätzl", ...

Ausgabe #08: Neuanfang zum Durchblättern