Druckerei im grünen Herzen

Ein Besuch im Familienbetrieb Klampfer in St. Ruprecht.

Zur Übersicht
Zwei bunte lebensgroße Plastikkühe stehen in der Wiese vor dem Eingang zur Druckerei Klampfer

Zwei Kühe vor dem Eingang der Universitätsdruckerei Klampfer in St. Ruprecht an der Raab. (c) Rita Michlits/BWSG

30 km nordöstlich von Graz, vorbei an der Steirerkraft, die Kernöl, Käferbohnen und Apfelchips fürs ganze Land frisch, saftig, steirisch produziert, ist modernste Druckfertigung zu Hause. Das Familienunternehmen Klampfer Druck wird bald 80 Jahre und ist seit 1947 stetig gewachsen. Und das in einer Zeit, in der die Branche landläufig schrumpft. Firmensitz und Hauptproduktion der Universitätsdruckerei Klampfer befinden sich in St. Ruprecht an der Raab. Mit dem Druckhaus Kurz in Mürzzuschlag, dem Druckhaus Rettenbacher in Schladming, dem Druckhaus Moser in Voitsberg sowie dem Druckhaus Thalerhof und Pegra Versandservice in Feldkirchen ist das Unternehmen vom Ennstal bis zum Mürztal in der gesamten Steiermark vertreten.

In der dritten Generation

Daniela Klampfer hat das Unternehmen vor zirka 15 Jahren von ihrem Vater übernommen und dieser wiederum von seinem Vater, dem Firmengründer Anton Klampfer. Auf die Frage, wie es mit der Übergabe geklappt habe, antwortet die Firmenchefin: "Mein Vater war schon sehr bestimmend und er war mit 62 noch sehr jung für eine Übergabe. Was soll ich sagen: Der eine will etwas, der andere will es nicht hergeben – ist wohl in allen Familienbetrieben so. Als wir dann eine neue Maschine gekauft haben, hat er eingesehen, dass es langsam Zeit wird." Dass Klampfer Druck die Auszeichnung Universitätsdruckerei führen darf, ist jedenfalls Vater Klampfer zu verdanken. Aufgrund seiner guten Zusammenarbeit mit der Universität Graz durfte er sich 1995 aussuchen, ob er fortan den Titel Kommerzialrat trägt oder "Universitätsdruckerei" den Firmennamen ergänzt. Er entschied sich für die nachhaltigere Auszeichnung.

Die gelernte Drucktechnikerin Daniela Klampfer hat die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in der Leyserstraße in Wien 14 abgeschlossen – heute fast salopp "die Graphische" genannt. Ihr Gatte Robert Klampfer hat eine Ausbildung als Siebdrucker und Schildhersteller. Als die Universitätsdruckerei Klampfer 2004 das Druckhaus Thalerhof übernommen hatte, hängte er die eigene Werbetechnikfirma an den Nagel und leitet seither gemeinsam mit Peter Gumhold den Standort in Feldkirchen.

Während andere Druckereien auf Onlinedruck setzen oder ganz aufgeben, investieren und modernisieren die Klampfers: "Unser Erfolg besteht darin, dass wir sehr breit" aufgestellt sind und beim Service nicht sparen", sagt Daniela Klampfer im Interview mit Happy together. Klampfer Druck produziert vom Aufkleber fürs Auto bis zum Wandkalender, von der Verpackung für Direct Mailings bis zum Schulheft, von der Grußkarte bis zum Erlagscheinvordruck alles, was bedruckt werden kann. Rund 600 Schulen beliefert das Unternehmen mit Heften und personalisiert und verpackt diese für die einzelnen Klassen, wenn gewünscht. "Ein Service, den die Lehrer zu schätzen wissen", so Robert Klampfer. "Wir legen sehr viel Wert auf persönliche Betreuung und dass wir für alle Bereiche Produktspezialisten haben, die unsere Kunden fachgerecht betreuen."

Für die nächste Generation gerüstet

Insgesamt beschäftigt Klampfer 105 Mitarbeiter, am Standort St. Ruprecht sind es etwa 70. Mit rund zehn Lehrlingen in den Berufen Buchbinder, Drucker, Druckvorstufentechniker und Bürokaufmann-frau sichert Klampfer die Zukunft der Branche. Der Betrieb läuft in drei Schichten – von 22 Uhr am Sonntag bis Freitagabend. Etwa 20 Prozent der Belegschaft sind Frauen und diese sind vor allem als Buchbinderinnen tätig. Robert Klampfer: "Die Buchbinderei erfordert viel Fingergeschick und die Buchbinderei ist ein beliebter Frauenjob." Insgesamt sei die Branche nach wie vor sehr männerdominiert, ergänzt seine Gattin: "Das muss man mögen."

Das Unternehmen investiert laufend in neueste Technologie und verschreibt sich dabei dem Klimaschutz. Bestätigt wird dies durch Auszeichnungen wie das Climate-Partner-Label, das FSC®-Gütesiegel oder das Österreichische Umweltzeichen. Am Dach in St. Ruprecht sorgen 1.400 PV-Paneele für grüne Energieversorgung. Das Herzstück in der Produktionshalle ist eine Ganzbogenmaschine mit acht Farben der Firma Heidelberg, sozusagen der Maybach unter den Druckmaschinen. Neben der Produktionshalle wird gerade eine zweite Halle mit modernster Robotertechnik zu einem automatisierten Hochregallager ausgestattet, um Kunden im Bedarfsfall auch die Lagerung ihrer Produkte zu ermöglichen.

"Um das Umweltzeichen zu erhalten, dürfen nur vorgeschriebene Arten von Farbe verwendet werden", erklärt die Geschäftsführerin. "Fast alles ist auf Pflanzenbasis hergestellt und auch die Belichtung der Platten funktioniert chemiefrei." Dass man "die Farben, die verwendet werden, fast trinken und essen kann", zeigt, dass Daniela und Robert Klampfer nicht nur Vollblutunternehmer sind, sondern auch verstehen, wie man das Produkt werbewirksam und bildhaft kommuniziert. Alles Gute für eine klimafreundliche Druckzukunft.

Autorin: Mag. Rita Michlits, BWSG

Zur Übersicht
Eine Naturkosmetik-Koryphäe über Zellen im Wandel

Happy together: Frau Tschida, danke, dass Sie sich Zeit für ein Interview für uns nehmen. Sie sind bekannt aus Funk und Fernsehen und seit mehr als vier Jahrzehnten als Kosmetikerin erfolgreich; haben auch selbst bereits über 33 Lehrlinge ausgebildet. Wie verändert sich unsere Haut im Laufe des Lebens? Christa Tschida: Der menschliche Körper verändert sich alle sieben Jahre, d. h., alle sieben Jahre erneuen sich unsere Zellen und kommen dadurch in einen neuen Biorhythmus. Das bedeutet, mit 7, 14, 21 Jahren usw. sollte man seine Hautpflege anpassen. Wichtig ist dabei, die Haut professionell zu analysieren, um ihr im jeweiligen Alter das geben zu können, was sie individuell braucht. Was bedeutet das konkret für die Hautpflege? Wenn man seine Haut bewusst mit natürlichen Mitteln pflegt, kann sie in jedem Alter strahlen. In meiner Praxis habe ich zum Beispiel zufriedene Kund:innen von 7 bis 94 Jahren, die sehr auf ihr Hautbild achten. Gute Kosmetik kann man nämlich vergleichen mit gutem, gesundem Essen. Es geht darum, zu schauen, was die Haut braucht, und ihr unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Lipide oder Collagen zuzuführen, damit sie genährt wird. Wichtig ist, dass man sich auch an den Jahreszeiten orientiert – wie pflege ich die Haut im ...

Mode und Möbel im Wandel

1920er- und 1930er-Jahre Die Einrichtung ist schlicht und oft aus massiven Holzmöbeln gefertigt. Der Bauhausstil in der Architektur kommt auf und spiegelt sich auch in den Möbeln wider: Funktionell und minimalistisch sollen sie sein. Klassiker wie der Barcelona-Chair von Mies van der Rohe stehen bis heute in den Wohnzimmern von Designliebhaber:innen. Schwere Kästen aus dunklem Holz und textile Überwürfe prägen das Bild. In der Mode spielen Langlebigkeit und Reparierbarkeit eine große Rolle. Frauen tragen knielange Röcke, Blusen und Mäntel in gedeckten Farben, Männer dunkle Anzüge oder Arbeitskleidung. Bloß nicht auffallen, lautet die Devise. Sowohl im Wohnraum als auch im Erscheinungsbild. Ausnahme natürlich: Die feine Gesellschaft zeigt, was sie hat. 1940er-Jahre Während des Zweiten Weltkriegs leben viele Menschen weiterhin beengt und/oder in beschädigten Wohnungen. Möbel werden repariert und es wird improvisiert: Beispielsweise werden Regale aus Kisten gebastelt oder Vorhänge statt Türen aufgehängt. In der Mode tut sich Ähnliches: Kleidung wird umgenäht, Mäntel gekürzt, Schuhe repariert und Socken gestopft. Praktikabilität bestimmt das Erscheinungsbild – zumindest beim Großteil der Bevölkerung. Feine Damen der Gesellschaft tragen maßgeschneiderte Mode: Kostüme und Accessoires wie Perlenketten unterstreichen den Status. 1950er-Jahre Es herrscht Aufbruchstimmung. Das Möbeldesign der 1950er-Jahre bringt eine neue Leichtigkeit mit sich: weg mit den schweren ...

Lernen kennt kein Alter

Happy Together: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Was sagen Sie zu dieser alten "Volksweisheit"? Dorothea Hämmerer: Das ist ein klassisches Vorurteil. Trainingsstudien, in denen junge und ältere Erwachsene über rund hundert Tage kognitive Funktionen wie Arbeits- und Langzeitgedächtnis geübt haben, zeigen klar, dass auch im höheren Alter gelernt wird. Die Lernkurven verlaufen nur flacher und das erreichte Leistungsniveau ist im Schnitt geringer als bei Jüngeren. Das menschliche Gehirn knüpft Neues an vorhandenes Wissen an. Hier haben Ältere oft auch Vorteile: Die sogenannte kristalline Intelligenz – also angesammeltes Wissen und Erfahrung – ist meist größer. Abnehmen können hingegen fluide Fähigkeiten wie Verarbeitungsgeschwindigkeit, Multitasking oder Ablenkungsresistenz. Es gibt gewisse Begriffe, die einem im Alltag begegnen. Beispielsweise "Altersstarrsinn" oder "jugendlicher Leichtsinn". Gibt es das wirklich? So etwas wie "jugendlicher Leichtsinn" findet sich in statistischen Mittelwerten durchaus wieder, da Junge häufiger Risikoverhalten zeigen. Erklären lässt sich das durch die Entwicklung des Gehirns: Die Belohnungs- und Emotionssysteme reagieren stark, während die Kontrollsysteme noch reifen. Eine derartige zeitliche Verschiebung kann ein impulsives Verhalten auch begünstigen. Dazu kommen soziale Entwicklungsaufgaben wie zum Beispiel die Ablösung vom Elternhaus, das Finden der eigenen Identität und die Orientierung an Gleichaltrigen. Der "Altersstarrsinn" hingegen ist viel stärker stereotyp geprägt. ...

Grün Wohnen in der Vorstadt

Das eigene Haus in der Stadt – ein Traum, der oft schwer zu verwirklichen scheint. Die gemeinnützige BWS-Gruppe macht diesen Traum möglich: In der Brambillagasse 20 in Wien-Simmering entstehen derzeit vier moderne Stadthäuser. Ergänzend dazu realisiert das Unternehmen 16 attraktive Eigentumswohnungen mit 50 bis 77 m² und zwei bis drei Zimmern. Am 25. Februar fand die Gleichenfeier statt. "Mit dem Projekt Brambilla schaffen wir qualitätsvollen Wohnraum, der Eigentum auch in der Stadt leistbar und realisierbar macht", betont BWSG-Vorständin Arch. DI Kerstin Robausch-Löffelmann und Vorstandskollege Dr. Mathias Moser ergänzt: "Unser Anspruch ist es, modernes Wohnen mit Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität zu verbinden – grün, urban und dennoch ruhig." Stadthäuser mit Dachterrasse, Balkon und Garten Alle Einheiten verfügen über private Freiflächen, auch Tiefgaragenplätze können erworben werden. Die Stadthäuser sind kompakt und großzügig zugleich: Rund 90 m² Wohnfläche treffen hier auf etwa ebenso viel Platz für Dachterrasse, Balkon und Garten – Wohnkomfort auf höchstem Niveau. Im Erdgeschoss befinden sich die offene Wohnküche und ein Gäste-WC, im Obergeschoss zwei Zimmer, Bad und ein weiteres WC. Beide Zimmer haben einen direkten Zugang zum Balkon, von dem eine Wendeltreppe auf die großzügige Dachterrasse mit Rundumblick führt. Investition in die Zukunft "Gerade in den Außenbezirken Wiens zeigt ...

Ausgabe #10: Familie zum Durchblättern