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Ein (warmes) Zuhause zu haben, ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Wer das nicht hat, dem kann "Wohnschirm Housing First" helfen. "Ich brauche ganz dringend eine Wohnung für die Familie. Sie steht kurz vor der Delogierung – danke, bis später." Ein Mitarbeiter der Wohnungslosenhilfe des Wiener Roten Kreuzes legt das Telefon aus der Hand und nimmt einen Schluck Wasser. Er sitzt gemeinsam mit anderen Teilnehmer:innen vom Fonds Soziales Wien, Caritas, Heilsarmee, Wiener Hilfswerk, neunerhaus, Diakonie Flüchtlingsdienst und Vertreter:innen einiger Genossenschaften mit dem GBV (Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen) in einem Seminarraum eines Hotels im dritten Wiener Gemeindebezirk: "Wohnschirm Housing First" hatte zu einer Impulsveranstaltung geladen.
Wohnschirm ist das Programm des Sozialministeriums zur Verhinderung und Beendigung von Wohnungslosigkeit. Per Housing-First-Ansatz ermöglicht das Programm wohnungslosen oder von der Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen in Österreich ein Dach über dem Kopf. Die Betroffenen werden dabei vor, während und nach der Wohnungssuche von Sozialarbeiter:innen unterstützt. Wichtig dabei: Der Mietvertrag wird von den ehemals wohnungslosen Menschen selbst unterschrieben, mit allen Rechten und Pflichten, insbesondere auch dem Zahlen der Miete. Etwaige Finanzierungbeiträge oder Kautionen können aus einem Fonds beigesteuert werden. Der Name "Housing First" ist dabei Programm, denn das Wichtigste ist, den Menschen zunächst ein Dach über den Kopf zu geben – alles andere erfolgt anschließend in Form von ausreichender Unterstützung bzw. Betreuung.
Das Konzept Housing First existiert bereits länger. Das Programm Wohnschirm Housing First unterscheidet sich von anderen Projekten dieser Art durch seinen bundesweiten Charakter – um es kurz zu fassen. Von Oktober 2024 bis Jahresende 2026 werden dafür rund 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dafür sollen an die 2.500 Personen rund 1.200 Wohnungen erhalten.
"Rund 20.000 Menschen sind in Österreich als obdach- oder wohnungslos registriert", sagt DI Dr. Gerlinde Gutheil-Knopp-Kirchwald vom Seit 2024 vermittelte Housing First 210 Wohnungen aus dem gemeinnützigen Wohnbau. Verdeckte Wohnungslosigkeit – dass jemand vorübergehend bei Bekannten wohnt – wird dabei nicht mitgezählt; die Dunkelziffer sei wesentlich höher. "Gemeinsam mit Sozialorganisationen und mit Unterstützung durch das Ministerium können gemeinnützige Bauvereinigungen wesentlich dazu beitragen, diese Zahl zu verringern", sagt Gutheil-Knopp-Kirchwald.
BWSG mit dabei
Seit Oktober 2024 stellte die BWSG im Rahmen des Programms laut GBV elf Wohnungen bereit: zwei in Niederösterreich, acht in der Steiermark und eine in Wien. Das Programm vermittelte bisher insgesamt 358 Wohnungen – davon 60 Prozent, das sind 210 Wohnungen, aus dem gemeinnützigen Wohnbau.
Im vorangegangenen Pilotprojekt "Housing First Österreich – zuhause ankommen" aus den Jahren 2021 bis 2024 war die BWSG mit 23 Wohnungen in Wien, Niederösterreich und der Steiermark beteiligt. Damals wurden insgesamt 976 Wohnungen vermittelt, darunter 840 von gemeinnützigen Bauvereinigungen. Die BWSG hatte in den vergangenen Jahren aber auch mit dem niederösterreichischen Verein Wohnen, der Volkshilfe und der Caritas in puncto Wohnungsvermittlung zusammengearbeitet. Fest steht, und daran hält auch Gutheil-Knopp-Kirchwald fest: Jede einzelne Wohnung zählt.
"In der bewährten Kooperation zwischen Sozialorganisationen und gemeinnützigen Bauvereinigungen setzt Housing First nicht an den Defiziten, sondern an den Möglichkeiten an: Ja, es ist im Rahmen der Wohnungsgemeinnützigkeit möglich, Menschen in Notsituationen eine Wohnung und neue Perspektiven zu vermitteln. Es ist möglich, Barrieren ab- und stabile Allianzen aufzubauen. Und es ist möglich, gemeinsam das Recht auf Wohnen umzusetzen.", so Gutheil-Knopp-Kirchwald.
Zur ÜbersichtEine Naturkosmetik-Koryphäe über Zellen im Wandel
Happy together: Frau Tschida, danke, dass Sie sich Zeit für ein Interview für uns nehmen. Sie sind bekannt aus Funk und Fernsehen und seit mehr als vier Jahrzehnten als Kosmetikerin erfolgreich; haben auch selbst bereits über 33 Lehrlinge ausgebildet. Wie verändert sich unsere Haut im Laufe des Lebens? Christa Tschida: Der menschliche Körper verändert sich alle sieben Jahre, d. h., alle sieben Jahre erneuen sich unsere Zellen und kommen dadurch in einen neuen Biorhythmus. Das bedeutet, mit 7, 14, 21 Jahren usw. sollte man seine Hautpflege anpassen. Wichtig ist dabei, die Haut professionell zu analysieren, um ihr im jeweiligen Alter das geben zu können, was sie individuell braucht. Was bedeutet das konkret für die Hautpflege? Wenn man seine Haut bewusst mit natürlichen Mitteln pflegt, kann sie in jedem Alter strahlen. In meiner Praxis habe ich zum Beispiel zufriedene Kund:innen von 7 bis 94 Jahren, die sehr auf ihr Hautbild achten. Gute Kosmetik kann man nämlich vergleichen mit gutem, gesundem Essen. Es geht darum, zu schauen, was die Haut braucht, und ihr unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Lipide oder Collagen zuzuführen, damit sie genährt wird. Wichtig ist, dass man sich auch an den Jahreszeiten orientiert – wie pflege ich die Haut im ...
Mode und Möbel im Wandel
1920er- und 1930er-Jahre Die Einrichtung ist schlicht und oft aus massiven Holzmöbeln gefertigt. Der Bauhausstil in der Architektur kommt auf und spiegelt sich auch in den Möbeln wider: Funktionell und minimalistisch sollen sie sein. Klassiker wie der Barcelona-Chair von Mies van der Rohe stehen bis heute in den Wohnzimmern von Designliebhaber:innen. Schwere Kästen aus dunklem Holz und textile Überwürfe prägen das Bild. In der Mode spielen Langlebigkeit und Reparierbarkeit eine große Rolle. Frauen tragen knielange Röcke, Blusen und Mäntel in gedeckten Farben, Männer dunkle Anzüge oder Arbeitskleidung. Bloß nicht auffallen, lautet die Devise. Sowohl im Wohnraum als auch im Erscheinungsbild. Ausnahme natürlich: Die feine Gesellschaft zeigt, was sie hat. 1940er-Jahre Während des Zweiten Weltkriegs leben viele Menschen weiterhin beengt und/oder in beschädigten Wohnungen. Möbel werden repariert und es wird improvisiert: Beispielsweise werden Regale aus Kisten gebastelt oder Vorhänge statt Türen aufgehängt. In der Mode tut sich Ähnliches: Kleidung wird umgenäht, Mäntel gekürzt, Schuhe repariert und Socken gestopft. Praktikabilität bestimmt das Erscheinungsbild – zumindest beim Großteil der Bevölkerung. Feine Damen der Gesellschaft tragen maßgeschneiderte Mode: Kostüme und Accessoires wie Perlenketten unterstreichen den Status. 1950er-Jahre Es herrscht Aufbruchstimmung. Das Möbeldesign der 1950er-Jahre bringt eine neue Leichtigkeit mit sich: weg mit den schweren ...
Lernen kennt kein Alter
Happy Together: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Was sagen Sie zu dieser alten "Volksweisheit"? Dorothea Hämmerer: Das ist ein klassisches Vorurteil. Trainingsstudien, in denen junge und ältere Erwachsene über rund hundert Tage kognitive Funktionen wie Arbeits- und Langzeitgedächtnis geübt haben, zeigen klar, dass auch im höheren Alter gelernt wird. Die Lernkurven verlaufen nur flacher und das erreichte Leistungsniveau ist im Schnitt geringer als bei Jüngeren. Das menschliche Gehirn knüpft Neues an vorhandenes Wissen an. Hier haben Ältere oft auch Vorteile: Die sogenannte kristalline Intelligenz – also angesammeltes Wissen und Erfahrung – ist meist größer. Abnehmen können hingegen fluide Fähigkeiten wie Verarbeitungsgeschwindigkeit, Multitasking oder Ablenkungsresistenz. Es gibt gewisse Begriffe, die einem im Alltag begegnen. Beispielsweise "Altersstarrsinn" oder "jugendlicher Leichtsinn". Gibt es das wirklich? So etwas wie "jugendlicher Leichtsinn" findet sich in statistischen Mittelwerten durchaus wieder, da Junge häufiger Risikoverhalten zeigen. Erklären lässt sich das durch die Entwicklung des Gehirns: Die Belohnungs- und Emotionssysteme reagieren stark, während die Kontrollsysteme noch reifen. Eine derartige zeitliche Verschiebung kann ein impulsives Verhalten auch begünstigen. Dazu kommen soziale Entwicklungsaufgaben wie zum Beispiel die Ablösung vom Elternhaus, das Finden der eigenen Identität und die Orientierung an Gleichaltrigen. Der "Altersstarrsinn" hingegen ist viel stärker stereotyp geprägt. ...
Grün Wohnen in der Vorstadt
Das eigene Haus in der Stadt – ein Traum, der oft schwer zu verwirklichen scheint. Die gemeinnützige BWS-Gruppe macht diesen Traum möglich: In der Brambillagasse 20 in Wien-Simmering entstehen derzeit vier moderne Stadthäuser. Ergänzend dazu realisiert das Unternehmen 16 attraktive Eigentumswohnungen mit 50 bis 77 m² und zwei bis drei Zimmern. Am 25. Februar fand die Gleichenfeier statt. "Mit dem Projekt Brambilla schaffen wir qualitätsvollen Wohnraum, der Eigentum auch in der Stadt leistbar und realisierbar macht", betont BWSG-Vorständin Arch. DI Kerstin Robausch-Löffelmann und Vorstandskollege Dr. Mathias Moser ergänzt: "Unser Anspruch ist es, modernes Wohnen mit Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität zu verbinden – grün, urban und dennoch ruhig." Stadthäuser mit Dachterrasse, Balkon und Garten Alle Einheiten verfügen über private Freiflächen, auch Tiefgaragenplätze können erworben werden. Die Stadthäuser sind kompakt und großzügig zugleich: Rund 90 m² Wohnfläche treffen hier auf etwa ebenso viel Platz für Dachterrasse, Balkon und Garten – Wohnkomfort auf höchstem Niveau. Im Erdgeschoss befinden sich die offene Wohnküche und ein Gäste-WC, im Obergeschoss zwei Zimmer, Bad und ein weiteres WC. Beide Zimmer haben einen direkten Zugang zum Balkon, von dem eine Wendeltreppe auf die großzügige Dachterrasse mit Rundumblick führt. Investition in die Zukunft "Gerade in den Außenbezirken Wiens zeigt ...