Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Diese Frage beschäftigt viele Menschen – gerade in einer Zeit, die von Veränderungen, Unsicherheiten und wachsender Individualisierung geprägt ist. Umso wichtiger ist es, Orte und Strukturen zu schaffen, die Gemeinschaft fördern, Begegnungen ermöglichen und Zusammenhalt stärken. Wohnen spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn dort, wo Menschen leben, entstehen Nachbarschaften, Beziehungen und ein Gefühl von Zuhause. Doch Zusammenhalt beginnt bereits lange vor dem Einzug. Auch beim Bauen selbst ist er unverzichtbar. Kein Gebäude entsteht allein: Planung, Handwerk, Technik und viele engagierte Menschen müssen ineinandergreifen, damit am Ende nicht nur stabile Häuser entstehen, sondern lebenswerte Quartiere. Was im übertragenen Sinn einen Bau "zusammenhält", gilt oft auch für unsere Gesellschaft: Vertrauen, Zusammenarbeit und das gemeinsame Ziel, etwas Dauerhaftes zu schaffen. Als BWS-Gruppe sehen wir es als unsere Verantwortung, diesen Zusammenhalt aktiv mitzugestalten – durch leistbaren Wohnraum, nachhaltige Projekte und Angebote, die Menschen miteinander verbinden.
Zur ÜbersichtStrom mit Familienanschluss
Es klingt zunächst wie eine dieser Ideen, die irgendwo zwischen Nachbarschaftshilfe und Zukunftslabor angesiedelt sind: Wer Strom übrig hat, gibt ihn weiter. Wer keinen eigenen produziert, profitiert trotzdem. Und plötzlich wird aus der Photovoltaikanlage am Hausdach mehr als nur ein Werkzeug zur Eigenversorgung – sie wird Teil eines größeren Ganzen. Willkommen in der Welt der Energiegemeinschaften. Noch vor wenigen Jahren verlief die Sache denkbar simpel: Auf dem Dach produziert die Photovoltaikanlage Strom, der im Haus verbraucht (und/oder im Idealfall in einer Batterie gespeichert) wird. Der Überschuss wanderte ins Netz – vor wenigen Jahren zu Preisen, die Besitzer von PV-Anlagen oft zum Jubeln brachten. Heute gibt’s diese hohen Einspeisetarife nicht mehr, dafür aber eine gute Alternative: Warum den Strom billig abgeben (oder gar dafür zahlen), wenn ihn Nachbar:innen, Freund:innen oder sogar die eigene Familie brauchen könnten? Genau hier kommen jetzt die sogenannten Energiegemeinschaften ins Spiel. Was technisch klingt, ist im Kern eine ziemlich soziale Idee. Menschen schließen sich zusammen und nutzen gemeinsam regional erzeugten Strom. Wer produziert, stellt Energie bereit. Wer konsumiert, bezieht sie – im Regelfall günstiger als beim klassischen Stromanbieter. Möglich wurde das durch gesetzliche Rahmenbedingungen, die den gemeinschaftlichen Handel mit erneuerbarer Energie in Österreich erlauben. Nicht nur etwas ...
Zwei Projekte, ein Ziel: Leistbares Wohnen mit Mehrwert
Der Frühling 2026 brachte nicht nur neues Leben in die Natur, sondern auch in zwei große Wohnprojekte der BWS-Gruppe: Mit der "Roten Emma" in Wien-Donaustadt und "Bella Vista" im Stadtquartier Village im Dritten wurden über 460 leistbare Wohnungen fertiggestellt und an ihre neuen Bewohner:innen übergeben. Zwei Projekte, die eindrucksvoll verdeutlichen, wie vielfältig, nachhaltig und gemeinschaftsorientiert moderner Wohnbau heute gedacht wird. Der Bedarf an leistbarem Wohnraum ist in einer wachsenden Metropole wie Wien sehr groß: Im geförderten Mietsegment entstehen jährlich 6.000 bis 7.000 neue Wohnungen. Die Stadt unterstützt den sozialen Wohnbau über das Wiener Wohnbaumodell u. a. mit Bauträgerwettbewerben und dem Bau von Gemeindewohnungen. Ein neues Stück Stadt in Kagran: die "Rote Emma" Im Herzen von Kagran ist mit dem Wohnprojekt "Rote Emma" ein lebendiges Quartier entstanden, das weit über reinen Wohnbau hinausgeht. Gemeinsam mit dem Projektpartner migra hat die gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft BWS hier 360 geförderte Mietwohnungen realisiert – ergänzt durch ein breites Angebot an sozialen, kulturellen und nachbarschaftlichen Einrichtungen. 191 Wohnungen entfallen auf die BWS. "Das Wiener Modell des geförderten Wohnbaus und der damit verbundenen leistbaren Mieten dient europaweit als Vorbild. Projekte wie die Rote Emma schaffen leistbaren Wohnraum und stärken gleichzeitig das soziale Miteinander im Grätzl", ...
Mit den Augen der Töchter
Schauplatz: eine großflächige Baustelle im 23. Bezirk am 23. April 2026: Das Areal ist weitläufig, da und dort ragt ein Rohbau aus dem Boden. In der Meischlgasse entsteht ein neues Stadtquartier mit zahlreichen Wohnhäusern. Eines davon, ein BWSG-Objekt, trägt den Namen "Im Terrassengarten" und wird 285 geförderte Mietwohnungen beherbergen: Noch sieht man nichts außer Erde, Bagger und Baugruben – und eine 20-köpfige Gruppe von Mädchen im Alter zwischen neun und 17 Jahren. Sie tragen Schutzhelme und -westen. Es ist der 25. Wiener Töchtertag, bei dem alle Töchter, Schülerinnen, Nichten etc. aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland dazu eingeladen sind, bei einem der über 300 teilnehmenden Unternehmen Arbeitsluft zu schnuppern. In unserem Fall bedeutet das – "Baustellenluft atmen", inklusive Bagger fahren und Holzhaus bauen. Gemeinsam mit Strabag, unserem Generalunternehmer vor Ort, und dem Holzbauunternehmen Weissenseer erhalten 22 Töchter Einblicke in Berufe, die sie im und rund um Bauwesen und Immobiliengenossenschaft ergreifen können. Natürlich nicht im Detail. Vielmehr erzählen erfolgreiche Frauen aus der Bau- und Immobilienbranche über ihren Werdegang und ihre jetzige Position; unter anderem die BWSG-Vorständin Arch. DI Kerstin Robausch-Löffelmann und die kaufmännische Direktorin der Strabag, Yvonne Otrob, MA. Die vielleicht wichtigste Botschaft der Top-Managerinnen an die heranwachsenden Frauen: "Glaubt nie, ...