Verantwortung sucht das Eigen.
Wir haben in unserem Umfeld – bei Kolleg:innen und einer Bewohnerin – nachgefragt, was Eigenverantwortung für sie bedeutet.
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(c) Ursula Beranek - privat
Man hat heutzutage ein wenig das Gefühl, dass uns die Eigenverantwortung durch Politik und Gesellschaft immer mehr weggenommen wird und wurde. Damit meine ich die vielen Vorschriften – und zwar auch für Dinge, die früher selbstverständlich waren. Wenn ich ein Beispiel von meinem beruflichen Umfeld nehme – bei einem Geländer im Stiegenhaus müssen nun zusätzliche Sprossen montiert werden, obwohl es bisher auch ganz gut funktionierte. Überall hängen immer mehr Schilder mit Ge- und Verboten. Wir Menschen übernehmen zunehmend weniger Verantwortung für das eigene Handeln. Dadurch verlernen wir auch, selbst zu denken – teilweise ist das gar nicht mehr notwendig, wenn man an das Thema künstliche Intelligenz denkt. Mit jeder neuen Regel und jeder technischen Hilfe verlieren wir ein Stück Selbstständigkeit. Dabei könnte es so einfach sein: hinschauen, selbstkritisch sein, nicht immer die Schuld bei anderen suchen. Ein praktisches Beispiel noch von meiner Arbeit: Wenn Schnee fällt, warte ich nicht auf eine Anweisung, dass ich den Schnee zu räumen habe. Ich mache es einfach. Eigenverantwortung heißt Selbstbestimmung. Davon könnte jeder und jede Einzelne mehr gebrauchen.
Ursula Beranek
Hausbesorgerin einer BWSG-Wohnanlage
Als Immobilienverwalterin hat das Wort "Eigenverantwortung" eine große Bedeutung. In meinem Beruf bin ich eigenverantwortlich für mein Tun. Ich muss mit meinem Wissen über die Rechtsgrundlagen gute Lösungen für Probleme rund um eine Wohnanlage und ihre Bewohner:innen finden. Vieles kann und muss ich eigenverantwortlich entscheiden und damit kostengünstiges Wohnen mit Wohlfühlcharakter für unser Kund:innen schaffen. Dies gelingt aber nur, wenn auch die Bewohner:innen eigenverantwortlich auf die von ihnen bewohnte Wohnanlage achten. Es liegt an uns allen und in unser aller Eigenverantwortung, unser Wohnen leistbar und lebenswert zu gestalten. Eigenverantwortung ist ein großes Wort, dem man viel an Bedeutung zumessen muss. Wir sind es, die unsere Worte am Telefon, Geschäft oder im Büro wählen. In vielen Wohnhäusern würden sich Konflikte schnell lösen lassen, wenn jeder eigenverantwortlich auf seine Lautstärke sowie sein Verhalten im Umgang mit Sauberkeit achten und nicht zuletzt sein Verhalten im Umgang mit den Nachbarn umgänglich gestalten würde. Wer eigenverantwortlich handelt, ist Vorbild und kann im Zusammenleben von Menschen viel zum Positiven verändern.
Edith Davok
Immobilienverwalterin BWSG
Eigenverantwortung ist grundsätzlich selbsterklärend: Man übernimmt Verantwortung für das eigene Handeln. Nur ist es beinahe immer leichter, der Eigenverantwortung die Vorsilbe zu stibitzen und an andere zu delegieren. Deshalb möchte ich an dieser Stelle mit gutem Beispiel vorangehen und gebe selbst einen Kommentar zum Thema Eigenverantwortung ab, obwohl es bequemer wäre, die eine oder andere Kolleg:in darum zu bitten. Meine Begeisterung, mein Antlitz in einem Printmagazin wiederzufinden, hält sich nämlich in Grenzen, aber ich gehe mit gutem Beispiel voran. Dass Eigenverantwortung keine große Popularität genießt, hört man schon bei den Kleinsten: "Er/sie hat …, nicht ich habe …!" Man lernt und staunt, wie einfach es sich im Laufe eines Lebens mit stetigem Hang zur Verbesserung erlernen lässt, mit einem Brustton der Überzeugung die Verantwortung
nie bei sich selbst zu sehen.
Mag. Vera Bauer
Marketing BWSG
Für mich bedeutet Eigenverantwortung, gut auf mich selbst und auf meine kleine Julia (Anmerkung: ihre Katze) zu achten. Ich versuche, in meiner Arbeit zuverlässig und ruhig zu bleiben, meine Aufgaben sorgfältig zu erledigen und Verantwortung für meine Entscheidungen zu übernehmen. Julia erinnert mich jeden Tag daran, dass Achtsamkeit und kleine Dinge wichtig sind.
Gina Mihaela Ignat
Hausbetreuerin einer BWSG-Wohnanlage
Eigenverantwortung bedeutet für mich, meine Aufgaben selbstständig zu übernehmen und zuverlässig umzusetzen. Wenn Herausforderungen auftreten, suche ich aktiv nach Lösungen und überlege, wie sich Abläufe weiter verbessern lassen. Dabei ist es mir wichtig, aus meinen Entscheidungen zu lernen und so zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens beizutragen.
Markus Kuschey
Objektsicherheitsprüfer BWSG
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Eine Naturkosmetik-Koryphäe über Zellen im Wandel
Happy together: Frau Tschida, danke, dass Sie sich Zeit für ein Interview für uns nehmen. Sie sind bekannt aus Funk und Fernsehen und seit mehr als vier Jahrzehnten als Kosmetikerin erfolgreich; haben auch selbst bereits über 33 Lehrlinge ausgebildet. Wie verändert sich unsere Haut im Laufe des Lebens? Christa Tschida: Der menschliche Körper verändert sich alle sieben Jahre, d. h., alle sieben Jahre erneuen sich unsere Zellen und kommen dadurch in einen neuen Biorhythmus. Das bedeutet, mit 7, 14, 21 Jahren usw. sollte man seine Hautpflege anpassen. Wichtig ist dabei, die Haut professionell zu analysieren, um ihr im jeweiligen Alter das geben zu können, was sie individuell braucht. Was bedeutet das konkret für die Hautpflege? Wenn man seine Haut bewusst mit natürlichen Mitteln pflegt, kann sie in jedem Alter strahlen. In meiner Praxis habe ich zum Beispiel zufriedene Kund:innen von 7 bis 94 Jahren, die sehr auf ihr Hautbild achten. Gute Kosmetik kann man nämlich vergleichen mit gutem, gesundem Essen. Es geht darum, zu schauen, was die Haut braucht, und ihr unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Lipide oder Collagen zuzuführen, damit sie genährt wird. Wichtig ist, dass man sich auch an den Jahreszeiten orientiert – wie pflege ich die Haut im ...
Mode und Möbel im Wandel
1920er- und 1930er-Jahre Die Einrichtung ist schlicht und oft aus massiven Holzmöbeln gefertigt. Der Bauhausstil in der Architektur kommt auf und spiegelt sich auch in den Möbeln wider: Funktionell und minimalistisch sollen sie sein. Klassiker wie der Barcelona-Chair von Mies van der Rohe stehen bis heute in den Wohnzimmern von Designliebhaber:innen. Schwere Kästen aus dunklem Holz und textile Überwürfe prägen das Bild. In der Mode spielen Langlebigkeit und Reparierbarkeit eine große Rolle. Frauen tragen knielange Röcke, Blusen und Mäntel in gedeckten Farben, Männer dunkle Anzüge oder Arbeitskleidung. Bloß nicht auffallen, lautet die Devise. Sowohl im Wohnraum als auch im Erscheinungsbild. Ausnahme natürlich: Die feine Gesellschaft zeigt, was sie hat. 1940er-Jahre Während des Zweiten Weltkriegs leben viele Menschen weiterhin beengt und/oder in beschädigten Wohnungen. Möbel werden repariert und es wird improvisiert: Beispielsweise werden Regale aus Kisten gebastelt oder Vorhänge statt Türen aufgehängt. In der Mode tut sich Ähnliches: Kleidung wird umgenäht, Mäntel gekürzt, Schuhe repariert und Socken gestopft. Praktikabilität bestimmt das Erscheinungsbild – zumindest beim Großteil der Bevölkerung. Feine Damen der Gesellschaft tragen maßgeschneiderte Mode: Kostüme und Accessoires wie Perlenketten unterstreichen den Status. 1950er-Jahre Es herrscht Aufbruchstimmung. Das Möbeldesign der 1950er-Jahre bringt eine neue Leichtigkeit mit sich: weg mit den schweren ...
Lernen kennt kein Alter
Happy Together: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Was sagen Sie zu dieser alten "Volksweisheit"? Dorothea Hämmerer: Das ist ein klassisches Vorurteil. Trainingsstudien, in denen junge und ältere Erwachsene über rund hundert Tage kognitive Funktionen wie Arbeits- und Langzeitgedächtnis geübt haben, zeigen klar, dass auch im höheren Alter gelernt wird. Die Lernkurven verlaufen nur flacher und das erreichte Leistungsniveau ist im Schnitt geringer als bei Jüngeren. Das menschliche Gehirn knüpft Neues an vorhandenes Wissen an. Hier haben Ältere oft auch Vorteile: Die sogenannte kristalline Intelligenz – also angesammeltes Wissen und Erfahrung – ist meist größer. Abnehmen können hingegen fluide Fähigkeiten wie Verarbeitungsgeschwindigkeit, Multitasking oder Ablenkungsresistenz. Es gibt gewisse Begriffe, die einem im Alltag begegnen. Beispielsweise "Altersstarrsinn" oder "jugendlicher Leichtsinn". Gibt es das wirklich? So etwas wie "jugendlicher Leichtsinn" findet sich in statistischen Mittelwerten durchaus wieder, da Junge häufiger Risikoverhalten zeigen. Erklären lässt sich das durch die Entwicklung des Gehirns: Die Belohnungs- und Emotionssysteme reagieren stark, während die Kontrollsysteme noch reifen. Eine derartige zeitliche Verschiebung kann ein impulsives Verhalten auch begünstigen. Dazu kommen soziale Entwicklungsaufgaben wie zum Beispiel die Ablösung vom Elternhaus, das Finden der eigenen Identität und die Orientierung an Gleichaltrigen. Der "Altersstarrsinn" hingegen ist viel stärker stereotyp geprägt. ...
Grün Wohnen in der Vorstadt
Das eigene Haus in der Stadt – ein Traum, der oft schwer zu verwirklichen scheint. Die gemeinnützige BWS-Gruppe macht diesen Traum möglich: In der Brambillagasse 20 in Wien-Simmering entstehen derzeit vier moderne Stadthäuser. Ergänzend dazu realisiert das Unternehmen 16 attraktive Eigentumswohnungen mit 50 bis 77 m² und zwei bis drei Zimmern. Am 25. Februar fand die Gleichenfeier statt. "Mit dem Projekt Brambilla schaffen wir qualitätsvollen Wohnraum, der Eigentum auch in der Stadt leistbar und realisierbar macht", betont BWSG-Vorständin Arch. DI Kerstin Robausch-Löffelmann und Vorstandskollege Dr. Mathias Moser ergänzt: "Unser Anspruch ist es, modernes Wohnen mit Nachhaltigkeit und hoher Lebensqualität zu verbinden – grün, urban und dennoch ruhig." Stadthäuser mit Dachterrasse, Balkon und Garten Alle Einheiten verfügen über private Freiflächen, auch Tiefgaragenplätze können erworben werden. Die Stadthäuser sind kompakt und großzügig zugleich: Rund 90 m² Wohnfläche treffen hier auf etwa ebenso viel Platz für Dachterrasse, Balkon und Garten – Wohnkomfort auf höchstem Niveau. Im Erdgeschoss befinden sich die offene Wohnküche und ein Gäste-WC, im Obergeschoss zwei Zimmer, Bad und ein weiteres WC. Beide Zimmer haben einen direkten Zugang zum Balkon, von dem eine Wendeltreppe auf die großzügige Dachterrasse mit Rundumblick führt. Investition in die Zukunft "Gerade in den Außenbezirken Wiens zeigt ...